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Junge Menschen in die offenen Werkstätten

Mit dem Ehrenamt ist das so eine Sache. Es kostet Freizeit. Manchmal ist es zäh. Und mit der Wertschätzung ist es oft schwierig. Trotzdem machen wir es hier alle gern. Denn es ist vor allem erfüllend, wenn Menschen Räume annehmen, sich ausprobieren, neue Netzwerke spinnen und gemeinsam was wuppen, was sie allein vielleicht nicht auf die Beine gestellt hätten.

Wie sich junge Menschen für’s Ehrenamt gewinnen lassen, war das Thema eines explore-Workshops, den der Verbund Offener Werkstätten bei uns im H15 veranstaltet hat. Darauf sind wir natürlich mega-stolz. Dass sich HEBEWERK innerhalb von fünf Jahren bundesweit einen Namen in der Szene gemacht hat, ist gar nicht schlecht, oder? Und was beim Workshop so alles abging, könnt ihr euch auf der Seite des Verbundes Offener Werkstätten anschauen – natürlich reich bebildert und befilmt.

growingtower im h15

growingtower – Florian baut dynamische Gerüste, die er in einem Zug auffächern und wieder schließen kann. Hier entsteht aus Hunderten Metallteilen eine Blüte.

Seit Wochen baut Florian an seinem neuen Gebilde aus Metall. Ganz viele kleine Metallteile und Schrauben ergeben am Ende eine dynamische Blüte, die Florian im Handumdrehen auffächern und wieder schließen kann.

“Am längsten dauert die Vorbereitung”, erzählt Florian. Mit einer speziell entwickelten Software berechnet er die Zahl der Elemente, die er braucht. Dann geht’s an’s Bohren. Jeweils zwei Löcher bohrt er in Hunderte kleine Eisen. Dafür organisiert er sich oft Hilfe, weil’s dann einfach schneller geht und mehr Spaß macht. Den perfekten Raum für sein Projekt hat Florian in den offenen Hebewerk-Räumen gefunden. Die Werkstatt ist derzeit sein zweites Zuhause. Aktuell setzt er alle Teile zusammen. Am Ende befestigt er ein paar Schnüre an strategisch günstigen Punkten und zieht die Blüte auseinander.

Bei growingtower.de kannst du dir all seine Growjects ansehen. Die Blüte ist nämlich nicht das erste Projekt, was Florian mit dieser Technik umsetzt. Ein fast 14 Meter hoher Turm gehörte bisher zu den größten Herausforderungen.

Wie ist Florian auf diese Idee gekommen? “Ich habe einige Zeit im Wald gelebt und hatte viel Zeit, natürliche Formen und Strukturen zu beobachten. Das wollte ich nachmachen”, erzählt Florian. “Alles, was ich hier baue, gibt es schon. Diese Gerüste sind die Grundlage für ganz kleine und ganz große Pflanzen.”