Archiv der Kategorie: Hebewerk

Corona-Versorgung per Lastenrad

Neue Welle Lastenrad-Lieferservice

Freiwillige übernehmen jetzt Einkäufe und Lieferdienste in der ganzen Stadt. Jeder und jede kann den Service kostenlos in Anspruch nehmen – ein Anruf genügt. Die Zustellung erfolgt auf den Transporträdern des Lastenrad-Verleihs Eberswalde. Eberswalde, 10. November 2020 – Quarantäne? Risikogruppe? Krankheit? Alle Eberswalderinnen und Eberswalder, die aktuell ihre eigenen vier Wände nicht verlassen können, haben seit 1.

Die neuen Alten von der e.dis sind eingetroffen…

Das HEBEWERK hat die Tombola bei der e.dis gewonnen. Da sich e.dis neu mit IT ausstattet, stellte sich im Hause die große Frage was mit den “Alten” passiert. Da sie sehr rustikal gebaut sind und auch die inneren Werte stimmen, hat sich das HEBEWERK liebevoll der Pflege angenommen.

Geworden sind es satte 24 Bildschirme und 4 Rechner. Abgeholt aus Fürstenwalde und nun bei uns vor Ort. So nach und nach werden wir austauschen und (neue) Einsatzmöglichkeiten finden.

Vielen Dank an das e.dis Team für die Spende!

Projekt_E in den Sommerferien 2020

In Zusammenarbeit mit dem Jugend-Team Eberswalde der Stiftung SPI fanden in den Sommerferien 2020 an drei Tagen Rallyes statt. Teilgenommen haben insgesamt 14 Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren. Coronabedingt wurden die Rallyes nicht wie geplant im Schulkontext, sondern als Freizeitangebot in kleinen Gruppen durchgeführt. Weitere Termine können bis Ende 2020 vereinbart werden.

Eberswalde aus Sicht der Jugendlichen

Los ging’s am Morgen in der Marina am Finowkanal. Nach einem kurzen Kennenlernen haben die Teilnehmenden ihren Blick auf Eberswalde geteilt. Auf einer Stadtkarte konnten Orte markiert werden, die für den Alltag der Jugendlichen eine Rolle spielen. Wir haben erfahren, was den Jugendlichen an Eberswalde gefällt uns was nicht, was sie mit der Stadt verbinden und was sie sich für die Zukunft wünschen.

…als positiv wahrgenommen:

  • Parks, Wald, Badestellen
  • Sportmöglichkeiten
  • Gratis W-LAN

…als negativ wahrgenommen:

  • Umweltverschmutzung, Kriminalität, ansteigender Drogenkonsum
  • wenig Freiräume für Jugendliche und eingeschränkte Freizeiteinrichtungen
  • zu wenig Grün im Stadtzentrum
  • wenig günstige Essensgelegenheiten und wenig Shoppingmöglichkeiten

Ein kleiner Einblick in die Rallyes

Im Anschluss hatten die Schüler*innen zwischen zwei Rallyes mit folgenden Themenschwerpunkten zu entscheiden: „Nachhaltigkeit in der Stadt“ und „Orte der Begegnung“. Die Gruppen haben die Rallyes selbstständig durchlaufen, ihre Meinung geäußert, Infos zu Orten und Themen bekommen, Interviews, Foto- und Videoaufgaben sowie weitere Aktionen durchgeführt. So wurden z.B. Seedbombs mit Tomatensamen in der Stadt verteilt oder Gegenstände getauscht. 

Während sich die Jugendlichen bei „Orte der Begegnung“ mit kulturellen Veranstaltungen, freiwilligen Engagement in der Stadt und selbstorganisierten Orten auseinandergesetzt haben, gab es bei der Tour „Nachhaltigkeit in der Stadt“ Infos über Lastenrädern, dem Pfandbechersystem, Unverpackt-Stationen und Schenkeschränke in der Stadt sowie Urban Gardening. An vielen Stellen konnten die Schüler*innen ihre Meinung mitteilen. Zur Gestaltung der Grünfläche vor der Krummen Gurke gab es den Vorschlag Blumen zu pflanzen, die Bänke zu streichen und ordentlich anzuordnen. Für die Friedrich-Ebert-Wiese gab es ebenfalls viele Ideen, wie z.B. Mülleimer, einen Teich, Blumenbeete, Schaukeln, Bänke, Tische und Holzhütten zum Entspannen. Außerdem wurden Anregungen für die Nutzung eines leerstehenden Ladengeschäfts gesammelt: Hier könnte nach Meinung der Jugendlichen z.B. eine Einrichtung für Wohnungslose oder eine U-18 Disco entstehen.

Ausblick

Die Ergebnisse der Projekttage werden an die Jugendbeauftragten der Stadt weitergereicht, um die Stimmen der Jugendlichen in Eberswalde sichtbar zu machen. Weitere Durchführungen können noch bis Ende 2020 angemeldet und realisiert werden.

Perspektivisch sollen die Rallyes mit den verschiedenen Themenschwerpunkte zum freien Download auf der Hebewerk Seite zur Verfügung stehen, damit Interessierte jeden Alters die Touren eigenständig durchlaufen können.

3D-Drucker im Hebewerk

Für Begeisterte und all jene, die es gerne mal ausprobieren wollen.

Von 3D-Druckern hat man schon das ein oder andere gehört. Hier im Hebewerk fanden sie bereits bei so einigen privaten und gemeinnützigen Projekten ihre Anwendung. Vom Laptopständer, über Gesichtsvisiere, bis hin zur selbst gestalteten Miniatur. Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen schier endlos. Also genau das Richtige für eine Kreativ-Werkstatt? Schauen wir erstmal, wie 3D-Drucker genau funktionieren und was man beachten muss, um genau das zu Drucken, was man gerne hätte.

Beim 3D-Druck handelt es sich um ein Verfahren, bei dem dreidimensionale Gegenstände, auch Werkstücke genannt, durch einen 3D-Drucker gefertigt werden. Es gibt verschiedene Kunststoffe, die dabei als Material in Frage kommen, das sogenannte Filament (Fadenwerk). Dieses wird bei der Produktion als dünner Strang durch eine Düse gepresst. Der 3D-Drucker schmilzt das Filament und trägt den schnell härtenden Kunststoff Schicht für Schicht auf, bis das Werkstück fertig ist. Damit der 3D-Drucker weiß, was er zu drucken und wie er die Schichten aufzutragen hat, braucht er Blaupausen, welche man als Projekte zuvor am PC erstellt. Diese Blaupausen findet man aber auch zuhauf kostenlos im Internet, für den schnellen Druck zwischendurch.

Nachdem man verstanden hat, wie das ganze genau funktioniert, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auch wenn 3D-Drucker immer günstiger werden, haben die wenigsten von uns einen solchen bereits ausprobiert, geschweige denn einen eigenen daheim. Wollt ihr euch auch mal an den 3D-Druckern versuchen? Dann schaut vorbei und fragt unsere Enthusiasten vor Ort, ob sie euch bei der Umsetzung eurer Ideen helfen können.

Laptopständer, für das Arbeiten mit einem Laptop als weiteren Bildschirm.
Der Laptopständer in Aktion.

Die hellblaue Halterung (links) der Photovoltaikanlagensteuerung an der Heinz arbeitet, ist auch aus dem 3D-Drucker.

Hilfsaktion Gesichtsvisiere

Am 24. März hatte ein Klinikarzt aus Kassel die 3-D-Druck-Szene in Deutschland aufgerufen, nach tschechischem Vorbild dringend benötigte Schutzvisiere für Krankenhäuser, Ärzte und Pflegepersonal herzustellen. Eine Nachfrage dazu bei den Eberswalder 3-D-Druck-Enthusiasten vom Hebewerk e.V. erfuhr eine schnelle und positive Resonanz. Schon 3 Tage später wurde in der offenen Werkstatt in der Havellandstraße 15 mit Probedrucken begonnen. 

Ein erster Spendenaufruf für das Projekt unter den Mitgliedern und Sympathisanten von Bündnis 90/Die Grünen Barnim brachte schnell 360 Euro ein. Damit konnte das notwendige Ausgangsmaterial für den Druck, sogenanntes Filament, eingekauft werden. Vor über einer Woche startete nun die Kleinserienproduktion, die Heinz Ristenbieter und Daniel Ratzel vom Hebewerk mit großem Engagement ins Laufen brachten und seit dem betreuen. 

Inzwischen konnten Gesichtsvisiere an das Werner-Forßmann-Krankenhaus, die Johanniter und an das PTS Pflegeteam Schorfheide gespendet werden. Zum Druck werden hauptsächlich ein Sigmax 3D-Drucker und einen Lasercutter genutzt, die der Verein kürzlich aus Geldern der Postcode Lotterie anschaffen konnte.