Vom Bild zum Werkstück

Wie kommt man von einer Fotografie zum Werkstück?

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Das Ur- Ren: ein Foto von der Dekoration

Letzthin beim Vorbeischlendern im Schaufenster eines örtlichen Buchladens gesehen: ein Rentier – die passende Dekoration zur Weihnachtszeit.

Die Idee: das soll die Vorlage für ein auf der CNC- Maschine zu fräsendes Dekostück werden. Aber wie vorgehen? Als erstes muss erst mal ein Foto gemacht werden- möglichst so, dass das das Ren möglichst zweidimensional abgebildet wird.

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Freigestellt: Alles, was rot ist

 

 

 

 

 

Danach erfolgt die Hauptarbeit: alles, was später die Umriss- Findung stört, muss weg. Dazu kann man bei Pixelbildern ein Bildbearbeitungsprogramm nutzen, um alles Umrahmende zu entfernen. Hier kommt zum Beispiel paint.NET oder GIMP zum Einsatz.

Im nächsten Schritt wird eine Vektorgrafik erzeugt, dafür nutze ich sehr gerne Inkscape. Hier wird das JPG mittels mehrfach- Farbscans vektorisiert, dabei kommt die erwähnte zweidimensionale Aufnahme des Originals zu Gute.

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In Inkscape gefunden: Umrisse aus der Vektorisierung

Wenn die Vektorisierung gelungen ist, kann aus den gruppierten Farbschichten die am besten die Kontur abbildende ausgesucht werden. Alle anderen Farbschichten werden verworfen. Dann geht es an feinere Korrekturen der verbliebenen Konturlinien, in dem einzelne Knoten verschoben werden. Dabei sollte überprüft werden, dass der Umriss einen geschlossenen Polygonzug bildet.

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Umrisse: lassen sich an die CNC- Vorbereitung übergeben

Wenn dieser Arbeitsschritt vollendet ist, wird der Vektor- Polygonzug für die CNC- Bearbeitung im DXF- oder HPGL- Format exportiert. Anschließend werden die Pfade – also der Umriss – in das CNC- Programm importiert und die Werkzeuge sowie Zustelltiefen programmiert. Anschließend wird der Steuerungssatz an das Steuerungsprogramm übergeben, wo der Umriss aus dem Holz gefräst wird. Wer es mag, kann nun noch Farbe hinzufügen.

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Kopie vom Original: rotes Rentier selbstgemacht

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