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Malte’s Bademantel

Friderun sammelt alte Schnittmuster. Hin und wieder flattern welche rein in die Nähwerkstatt in der Havellandstraße 15. Beim Stöbern fiel Friderun heute ein ganz tolles Schnittmuster in die Hände: „Malte’s Bademantel“ stand drauf. Den musste sie unbedingt nachnähen. Bestimmt 30 Jahre alt, meint sie.

Malte’s Bademantel – Diesen Schnitt hat Friderun in ihrer Sammlung gefunden. Sogar kleine Schuhchen gehören dazu. Friderun hilft dir gern beim Nachnähen.

Drei Stunden Nähwerkstatt (mittwochs, 10 bis 13 Uhr in der Havellandstraße 15) sollten reichen, um das Mäntelchen fertigzustellen. Passenden Stoff hat Friderun auch gefunden. Damit das Mäntelchen schön kuschelig und weich ist, gibt es einen Innen- und einen Außenstoff. Der Frotteestoff für außen ist auch schon etwas antik. Aber wunderhübsch. Und das Muster hat heute ganz sicher kein anderer.

Friderun hat Vorder- und Rückenteil jeweils im Bruch zugeschnitten. Sie hat sich überlegt, das Bademäntelchen komplett zu schließen. Einfach über den Kopf ziehen und fertig. Das garantiert Bewegungsfreiheit, ohne das gleich der Bauch frei liegt.

Zum Schnittmuster gehören ja noch kleine Schuhchen. Die hat Friderun weggelassen. Aber falls du Lust hast, Malte’s Bademantel mit kleinen Sandmann-Schuhchen zu nähen: Das Schnittmuster liegt in der Nähwerkstatt. Nähmaschinen sind da. Sogar eine Overlock steht bereit. Eine kleine Auswahl an Stoffen gibt’s auch. Oder du bringst dir welchen mit. Ein alter Bademantel mit tollem Muster tut’s ja auch.

Außen- und Innenteil zusammengenäht. Und die Kapuzen sind auch schon dran. Jetzt nur noch eins ins andere.
Malte’s Bademantel – da isser.

Nähwerkstatt – immer mittwochs, 10 bis 13 Uhr

Die Nähwerkstatt ist immer mittwochs zwischen 10 und 13 Uhr geöffnet. Ganz egal, was du nähen möchtest, ob du ganz frischer Anfänger oder Voll-Profi bist, ob du mal eine Overlock ausprobieren möchtest, ob du einen großen Tisch zum Zuschneiden brauchst, in alten Schnittmustern stöbern möchtest, oder ob du einfach nur was reparieren möchtest: Komm‘ vorbei, probier’s aus und lerne von anderen Näh-Begeisterten.

Immer rein damit, in den Lasercutter!

Im Juni kam unser Lasercutter Mr Beam II an. Seitdem haben wir viel rumprobiert und testen so ziemlich jedes Material, was wir in die Finger bekommen können. Friderun aus der Nähwerkstatt hat uns sogar schon mit größeren Stoffresten versorgt. Jeansstoff lässt sich ziemlich gut gravieren. Wir wissen aber noch nicht, wie das Ganze nach mehreren Waschgängen aussieht. Das testen wir gerade.

Probieren, scheitern, besser machen, yeah!

Natürlich sind wir inzwischen schon oft gescheitert. Aber dabei kann man ja nur lernen. Nach jedem Scheitern gibt es einen neuen Versuch. Und so sind schon viele tolle Ergebnisse rausgekommen. Unser Meisterstück ist bisher das Laden-Schild für Tante Sören. Das ist Eberswaldes erster Späti, in dem es auch Kunsthandwerk aus der Region und jede Menge Spielzeug für Erwachsene gibt. Für sein Schild war der Laserstrahl gleich mehrfach gefragt: zum Gravieren und Schneiden. Sören wollte gern ein Holzschild. Und er hat ein richtig tolles bekommen.

„Tante Sören“ ist der erste Späti in Eberswalde. Das Laden-Schild über der Eingangstür ist in unserem Lasercutter entstanden – 3 Millimeter Pappel-Sperrholz, graviert und geschnitten.
Wir sind immer wieder begeistert, wie detailreich der Lasercutter arbeitet. Sören’s Logo ist ein richtiger Hingucker, den man auch mit den Händen fühlen kann. Wenn man rankommt, da oben über der Ladentür.

Und wie funktioniert das genau?

So ein Lasercutter arbeitet – na klar – mit einem Laserstrahl. In der Bedienung fühlt es sich an wie ein ganz normaler Drucker. Grafikdatei erstellen und per Druckbefehl an den Lasercutter schicken. Je nach Einstellung graviert oder schneidet der Laserstrahl die grafischen Vorgaben in das Material. Beim Gravieren fährt er ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker Linie für Linie über das Material und „brennt“ die Grafik ins Material. Das funktioniert ganz einfach: Der Strahl trifft auf das Material und erhitzt es. Dank dieser Hitze kann der Lasercutter Material abtragen und verdampfen oder es ganz durchtrennen.

Geschwungene Fenster für ein Wüstenhaus

Das Schneiden kam schon öfter für unsere Tabletop-Gruppe zum Einsatz. Wenn sie ihre Spielwelten bauen, können wir ihnen zum Beispiel mit sehr detailreichen Fenstern helfen. Meistens verwenden wir dafür Pappelholz.

Schicke Fenster für unsere Tabletop-Gruppe im HEBEWERK. Der Lasercutter hat sie aus Pappel-Sperrholz ausgeschnitten. Max hat sie noch schön bemalt und in sein Wüstenhaus eingesetzt.

Und natürlich darf ein Herz für’s HEBEWERK nicht fehlen

Auch aus Pappel-Sperrholz: Ein Herz für’s HEBEWERK.

Das Besondere an Mr Beam II

Mr Beam II ist für den Hausgebrauch konstruiert. Alle tollen Funktionen, die Industrie-Lasercutter haben, liefert er in einem kleinen feinen Gerät mit toller Software. Logisch, dass wir den unbedingt haben mussten. Bei einer Kickstarter-Kampagne hatten wir die Chance und haben sie genutzt. Das lange Warten hat sich gelohnt. Unser Mr Beam II bereichert unsere offenen Räume und ist fast im Dauereinsatz.

Da ist das Ding: Unser Mr Beam II sieht nicht nur toll aus. Er kann auch richtig was. Alles, was große Industrie-Lasercutter bieten, schafft er auch. Zwar ist er nicht ganz so schnell und kann auch nicht ganz so tief schneiden. Aber für unsere Ansprüche ist er perfekt. Und er passt auf einen ganz normalen Schreibtisch.

growingtower im h15

growingtower – Florian baut dynamische Gerüste, die er in einem Zug auffächern und wieder schließen kann. Hier entsteht aus Hunderten Metallteilen eine Blüte.

Seit Wochen baut Florian an seinem neuen Gebilde aus Metall. Ganz viele kleine Metallteile und Schrauben ergeben am Ende eine dynamische Blüte, die Florian im Handumdrehen auffächern und wieder schließen kann.

„Am längsten dauert die Vorbereitung“, erzählt Florian. Mit einer speziell entwickelten Software berechnet er die Zahl der Elemente, die er braucht. Dann geht’s an’s Bohren. Jeweils zwei Löcher bohrt er in Hunderte kleine Eisen. Dafür organisiert er sich oft Hilfe, weil’s dann einfach schneller geht und mehr Spaß macht. Den perfekten Raum für sein Projekt hat Florian in den offenen Hebewerk-Räumen gefunden. Die Werkstatt ist derzeit sein zweites Zuhause. Aktuell setzt er alle Teile zusammen. Am Ende befestigt er ein paar Schnüre an strategisch günstigen Punkten und zieht die Blüte auseinander.

Bei growingtower.de kannst du dir all seine Growjects ansehen. Die Blüte ist nämlich nicht das erste Projekt, was Florian mit dieser Technik umsetzt. Ein fast 14 Meter hoher Turm gehörte bisher zu den größten Herausforderungen.

Wie ist Florian auf diese Idee gekommen? „Ich habe einige Zeit im Wald gelebt und hatte viel Zeit, natürliche Formen und Strukturen zu beobachten. Das wollte ich nachmachen“, erzählt Florian. „Alles, was ich hier baue, gibt es schon. Diese Gerüste sind die Grundlage für ganz kleine und ganz große Pflanzen.“

biolab sucht nach Tofu-Ersatz

Malte und Nicolas von biolab machen mal wieder von sich reden. In „Besser leben im Osten“ sprechen die beiden ausführlich darüber, was ihre Pilze grad machen.

Zur Erinnerung: Malte hatte vor zwei Jahren einen der Duschräume im HEBEWERK in der Havellandstraße in Beschlag genommen und hier eine Pilzfarm eingerichtet. Er war auf der Suche nach einem kompostierbaren Kunststoff-Ersatz. Ein Pilz-Myzel schien im dafür geeignet. Seine Laboreinrichtung stellte er damals allen zur Verfügung, die auch irgendwie rumforschen wollten in der HEBEWERK-Dusche. Und dann kam Nicolas. Der wollte eigentlich Schokolade herstellen, fand aber die Idee mit den Pilzen so irre, dass sich die beiden zu einem dynamischen Duo zusammenschlossen. Gemeinsam schreiben sie nun an einem Businessplan für eine Edelpilz-Zucht. biolab sucht nach Tofu-Ersatz weiterlesen

Was? Fünf Jahre erst?

Ja, echt. Viele, die uns neu kennen lernen, staunen, was wir in nur fünf Jahren auf die Beine gestellt haben. Es ist wirklich viel passiert. HEBEWERK und die vielen befreundeten Initiativen, Vereine und Projekte haben vieles angestoßen und umgesetzt. Aber HEBEWERK gibt es auch nur deshalb. Weil sich so viele einbringen und mitgestalten.

Das haben wir gefeiert. Auch wieder mit vielen fleißigen Helferinnen und Helfern. Jule hatte schon viele Wochen vorher immer alles im Blick und hat dann auch noch eine ganze Nacht lang vegane Kuchen für uns gebacken. Heike und Katrin haben uns mit veganem Kartoffelsalat und Chili sin Carne glücklich gemacht. Für alle Fleischliebhaber hat Pál Kesselgulasch gekocht. Dank Gigi gab es sogar afrikanisches Essen. Zu trinken gab es Apfelsaft der Saison – natürlich selbst gepresst von wandelBar. Und Holger hat mit uns seinen Kombucha verkostet. Was? Fünf Jahre erst? weiterlesen